MeinungKampf um Übernahme der CommerzbankKrawall ist keine Strategie: Warum Unicredits Vorgehen riskant ist

Kommentar von Meike Schreiber, Frankfurt

Lesezeit: 2 Min.

Unicredit-Chef Andrea Orcel dürfte einige Kunden und Mitarbeiter mit seinen Äußerungen zur Commerzbank irritiert haben.
Unicredit-Chef Andrea Orcel dürfte einige Kunden und Mitarbeiter mit seinen Äußerungen zur Commerzbank irritiert haben. Remo Casilli/REUTERS

Statt die Commerzbank und ihre Belegschaft zu umgarnen, um sie für eine Übernahme zu gewinnen, redet Unicredit-Chef Andrea Orcel sein Objekt der Begierde inzwischen pauschal schlecht. Das lässt nichts Gutes erahnen.

Es gibt elegante Wege, jemanden zu umwerben – sei es in der Liebe oder in der Wirtschaft, wenn ein Unternehmen ein anderes übernehmen will. Andrea Orcel, Chef der italienischen Großbank Unicredit und seit rund 18 Monaten unermüdlicher Verehrer der Commerzbank, hat sich nun für einen anderen Ansatz entschieden: Am Montagmorgen erklärte er kurzerhand die gesamte Belegschaft der Commerzbank pauschal zu Underperformern, die Bank selbst zum bürokratischen Fossil und ihre Strategie zu einer einzigen großen Mittelmäßigkeit. Ein Urteil, das er offenbar längst gefällt hatte, noch bevor irgendjemand zugestimmt hatte. Das nennt man wohl eine „feindliche“ Offerte.

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SZ PlusVon Meike Schreiber

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