Bettina OrloppDem italienischen Angriff cool widerstanden

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(Foto: Imago; Collage: SZ)

Vor einem Jahr bei der Commerzbank überraschend Chefin geworden, ist der Druck auf Bettina Orlopp von Beginn an hoch: eine drohende Übernahme abwenden, dazu die Belegschaft und die Bundesregierung hinter sich bringen. Wie hat sie das geschafft?

Von Meike Schreiber, Frankfurt

Irgendetwas stimmt nicht mit dem Mikrofon, als Bettina Orlopp, Vorstandschefin der Commerzbank, bei einer Bankenkonferenz in Frankfurt auf dem Podium sitzt – eingerahmt von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und Bundesbankvorstand Michael Theurer. Im Publikum: viele Herren in dunklen Anzügen, einige Damen. Orlopp – dunkelgrünes Kleid, flache Schuhe, dezenter Schmuck – will gerade eine Frage zur Stimmung der Investoren beantworten, da rauscht und knistert es in ihrem Mikrofon, und sie kommt kurz aus dem Konzept. „Ich weiß, was das ist, Bettina – das ist dein Ohrring“, sagt der Deutsche-Bank-Chef neben ihr und greift beherzt nach dem Mikrofonbügel des Headsets an ihrem Ohr. Das Rascheln ist weg. Orlopp lächelt, sammelt sich, sagt: „Tja, so helfen wir uns hier gegenseitig“ und spricht weiter über Investorenstimmung, als wäre nichts gewesen.

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