CO₂-PreisVerbraucherzentrale fordert 139 Euro Klimageld pro Person

Lesezeit: 1 Min.

Bürger müssten angesichts des CO₂-Preises entlastet werden.
Bürger müssten angesichts des CO₂-Preises entlastet werden. (Foto: Marcus Brandt/dpa)

Die Bürger müssten dringend für die hohen Energiepreise entlastet werden, findet der Verband. Und auch Grünen-Chef Nouripour finden die Rechnung der Verbraucherschützer "sehr solide".

Zur Entlastung wegen der hohen Energiepreise fordern die Verbraucherzentralen ein Klimageld von 139 Euro für jede Bürgerin und jeden Bürger. Die Verbraucher zahlten schon seit 2021 durch den CO₂-Preis einen Aufpreis auf Gas, Öl und Sprit, ohne im Gegenzug ausreichend entlastet zu werden, argumentiert Thomas Engelke vom Verbraucherzentrale-Bundesverband (VZBV) in der ARD. Im kommenden Jahr steige der CO₂-Preis weiter. "Wir fordern, dass die Regierung alles daran setzt, dass ein Klimageld so schnell wie möglich kommt."

Das Klimageld steht als Konzept im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP. Demnach soll ein "sozialer Kompensationsmechanismus" geschaffen werden, um einen Anstieg des CO₂-Preises auszugleichen. Die Bundesregierung argumentiert, die Bürger würden schon entlastet, weil der Staat die EEG-Umlage beim Strompreis übernehme. Fast alle Einnahmen aus dem CO₂-Preis flössen so an die Menschen zurück. Nach Rechnung der Verbraucherzentralen geht das aber nicht auf.

Die Gesamteinnahmen der Regierung durch den CO₂-Preis seien deutlich höher als die direkte Entlastung. Rechnerisch kommt der VZBV darauf, dass die Verbraucher für die vergangenen drei Jahre zum Ausgleich ein Klimageld von 139 Euro erhalten müssten. Bei einer vierköpfigen Familie wären das 556 Euro. "Das würde ich gern auf den Konten der Verbraucher sehen", sagte Energieexperte Engelke.

Grünen-Chef Omid Nouripour reagiert positiv auf die Forderung der Verbraucherzentralen. "Ich habe die Zahl gesehen, die sieht mir sehr solide und sehr gut berechnet aus", sagte Nouripour am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die genaue Höhe werde am Ende aber vom Finanzministerium bestimmt, sagte Nouripour. "Und man kann es ja so prophetisch gar nicht machen." Dies hänge vom CO₂-Ausstoß und auch vom Preis dafür ab, der zum Jahreswechsel steigen soll.

© SZ/dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

ExklusivWas sich 2024 ändert
:So viel mehr bleibt Steuerzahlern netto im neuen Jahr

Höhere Freibeträge, niedrigere Steuern: Fast alle Arbeitnehmer profitieren von den Steueränderungen zum Jahreswechsel. Wie viel bei welchem Einkommen ankommt.

SZ PlusVon Thomas Öchsner; Illustration: Jessy Asmus

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: