Cinven:Axa behält Twinstar- Lebensversicherungen

Die fondsgebundenen Lebensversicherungen mit dem Namen "Twinstar", die deutsche Kunden zwischen 2006 und 2012 beim Versicherer Axa abgeschlossen haben, werden doch nicht an den britischen Finanzinvestor Cinven abgegeben. Die Axa hat den Verkauf der Verträge an Cinven in letzter Minute abgesagt. Finanzvorstand Etienne Bouas-Laurent begründete das mit "Bedingungen, die nicht erfüllt wurden". Eigentlich sollte der Deal dem Versicher 1,2 Milliarden Euro einbringen.

Anfangs hatte die Axa das Geschäft mit den Twinstar-Policen als Erfolgsmodell betrachtet. Im Zuge der Finanzkrise 2008 wurden die Verträge für das Unternehmen aber zunehmend unattraktiv. Schon 2009 nahm Axa die ersten Tarife vom Markt.

2018 wollte der neue Konzernchef Thomas Buberl einen Schlussstrich unter Twinstar ziehen. Cinven sollte die in Irland ansässige Tochter Axa Life Europe kaufen, über die das Geschäft lief, so der Plan. Wie es mit den Verträgen jetzt weitergeht, ist unklar. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Axa einen neuen Abnehmer suchen wird. Das ist aber nicht das einzige Problem des Pariser Konzerns. Die Corona-Krise hat in der ersten Jahreshälfte zu Schäden von 1,5 Milliarden Euro geführt, vor allem in der Betriebsschließungs- und Veranstaltungsversicherung. Der Halbjahresgewinn brach um 900 Millionen Euro auf 1,43 Milliarden Euro ein.

Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB