Mangel an HalbleiternWenn diese Chips fehlen, steht die Welt still

Lesezeit: 9 Min.

Winzig, aber unverzichtbar: Mikrochips sind das Nervensystem der Wirtschaft – und damit ein Druckmittel der Geopolitik.
Winzig, aber unverzichtbar: Mikrochips sind das Nervensystem der Wirtschaft – und damit ein Druckmittel der Geopolitik. (Foto: Jens Schlueter/AFP)

Sie stecken in Autos, Toastern, Superrechnern – und in fast jeder Krise: Mikrochips sind die wahren Motoren der Moderne. Doch ein Lieferstopp in China reicht, und Deutschland kommt ins Straucheln.

Von Helmut Martin-Jung und Stephan Radomsky

Die Kathedralen der Hochtechnologie betritt man nur nach einem streng festgelegten Ritual. Die Schuhe müssen draußen bleiben, stattdessen gibt es welche, die sich nicht elektrostatisch aufladen. Über die Kleidung kommen ein Ganzkörperanzug, eine Kapuze, Gamaschen, dazu ein Mund-Nasen-Schutz. Dann geht es in die Luftschleuse mit ihrem starken Sog. Und all das nur zu einem Zweck: möglichst zu vermeiden, dass ein Stäubchen ins Allerheiligste gelangt. Dort, wo in fahlgelbem Licht gewaltige Maschinen im Wert von Hunderten Millionen Euro stehen. Denn ein Stäubchen, fürs bloße Auge kaum sichtbar, wäre dort wie ein riesiger Felsen in einer Welt, in der es um wenige Nanometer geht. Also um ein paar Millionstel eines Millimeters.

Zur SZ-Startseite

Chips
:Die wichtigste Maschine der Welt

Die Anlagen von ASML sind unverzichtbar für ultraschnelle Computerchips. Ohne sie gäbe es keine neuen Smartphones, keine KI-Beschleuniger, keine modernen Waffensysteme. Besuch an dem Ort, der den digitalen Fortschritt erst möglich macht.

SZ PlusVon Helmut Martin-Jung

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: