Die Kathedralen der Hochtechnologie betritt man nur nach einem streng festgelegten Ritual. Die Schuhe müssen draußen bleiben, stattdessen gibt es welche, die sich nicht elektrostatisch aufladen. Über die Kleidung kommen ein Ganzkörperanzug, eine Kapuze, Gamaschen, dazu ein Mund-Nasen-Schutz. Dann geht es in die Luftschleuse mit ihrem starken Sog. Und all das nur zu einem Zweck: möglichst zu vermeiden, dass ein Stäubchen ins Allerheiligste gelangt. Dort, wo in fahlgelbem Licht gewaltige Maschinen im Wert von Hunderten Millionen Euro stehen. Denn ein Stäubchen, fürs bloße Auge kaum sichtbar, wäre dort wie ein riesiger Felsen in einer Welt, in der es um wenige Nanometer geht. Also um ein paar Millionstel eines Millimeters.
Mangel an HalbleiternWenn diese Chips fehlen, steht die Welt still
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Sie stecken in Autos, Toastern, Superrechnern – und in fast jeder Krise: Mikrochips sind die wahren Motoren der Moderne. Doch ein Lieferstopp in China reicht, und Deutschland kommt ins Straucheln.
Von Helmut Martin-Jung und Stephan Radomsky
