MeinungHalbleiter und Rohstoffe:Europas Industrie sitzt in der Falle

Kommentar von Thomas Fromm

Lesezeit: 2 Min.

Kleine Teile, große Wirkung: Sogenannte Wafer in der Hamburger Chip-Produktion von Nexperia.
Kleine Teile, große Wirkung: Sogenannte Wafer in der Hamburger Chip-Produktion von Nexperia. (Foto: Fabian Bimmer/Reuters)

Die Krise um den Chiphersteller Nexperia und die massiven Probleme der Autoindustrie zeigen: Die europäische Industrie ist zum Spielball geopolitischer Interessen geworden. Sie droht im US-chinesischen Handelsstreit aufgerieben zu werden.

Chipkrise? Da war doch schon mal was. Im März 2021 steckte das 400 Meter lange Containerschiff Ever Given auf dem Weg von China nach Europa tagelang im Suezkanal fest und blockierte die wichtige Handelsroute. Die Folgen waren dramatisch. Der riesige Pott hatte eine Menge wichtiger Halbleiter und anderer elektronischer Bauteile geladen, Hunderte Schiffe kamen nicht mehr durch, eine neuralgische Wasserstraße des globalen Handelsverkehrs war auf einmal abgeschnitten. Man brauchte damals kein Chaosforscher zu sein, man musste nicht die Flügelschläge von Schmetterlingen studieren, um darauf zu kommen: Es braucht offenbar nur sehr wenig, um eine gewaltige Chipkrise in Europa auszulösen und die hiesige Industrie aus dem Tritt zu bringen.

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