Was haben sie nicht alles versucht in den vergangenen Jahren, um diesen Donald Trump und seinen Hang, alles mit sich in den Abgrund zu reißen, auch nur halbwegs zu verstehen: Seit Trumps Amtsantritt verfolgen Beamte im Pekinger Außenamt rund um die Uhr seinen Twitter-Account - einen Dienst, der eigentlich in China verboten ist. Als man sich in Paris, Brüssel und Berlin noch fragte, ob man wirklich mit der mandatslosen Präsidententochter Ivanka oder dem Schwiegersohn Jared Kushner sprechen solle, handelte die chinesische Führung äußerst pragmatisch: Ivanka wurde in die Botschaft in Washington zu den Frühlingsfest-Feierlichkeiten eingeladen, und ein Video von Trumps Enkelin Arabella, in dem diese auf Chinesisch singt, machte im Netz die Runde. Ivankas Modefirma bekam im Handstreich Markenrechte in der Volksrepublik zugesprochen.
Streit um Tiktok:Ein Erfolg für Peking
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US-Präsident Donald Trump trifft Chinas Präsident Xi Jinping während des G-20-Gipfels 2019 in Osaka.
(Foto: REUTERS)Erst jetzt, auf den letzten Metern von Trumps erster Präsidentschaft, scheint Peking einen Weg gefunden zu haben, diesen notorisch unberechenbaren Mann halbwegs einzuhegen.
Kommentar von Christoph Giesen
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