Der chinesische Arbeiter war schon 1869 ein bewundertes Wesen. Durchforstet man US-amerikanische Archive, stößt man auf die Aufzeichnungen eines Komitees aus South Carolina, das unbedingt den Import chinesischer Arbeitskräfte empfahl. Fleißig sei er, genügsam und vor allem: eifrig den Interessen seines Arbeitgebers zugewandt. Der Chinese, so die Botschaft, arbeite härter, klage weniger und koste fast nichts. Wären die eigenen Leute doch auch so folgsam.
ArbeitskulturChinas Traum vom deutschen Feierabend
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Westliche Manager preisen chinesische Arbeitskultur neuerdings wieder als Vorbild: länger arbeiten, härter konkurrieren, weniger klagen. Was für ein Missverständnis!
Essay von Gregor Scheu, Peking