KonjunkturChemieverband sieht Branche im „Ausnahmezustand“

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Eine Anlage in Schwarzheide. Die Kapazitäten in der Chemieindustrie sind immer weniger ausgelastet. Die Produktion ist so niedrig wie seit 1995 nicht mehr.
Eine Anlage in Schwarzheide. Die Kapazitäten in der Chemieindustrie sind immer weniger ausgelastet. Die Produktion ist so niedrig wie seit 1995 nicht mehr. (Foto: Sean Gallup/Getty Images)

Droht Deutschland zum industriellen Sanierungsfall zu werden? Der Chemieverband beklagt fehlende Aufträge und kritisiert Emissionshandel und Bürokratie.

Von Elisabeth Dostert, München

Um die Lage in der deutschen Pharma- und Chemieindustrie zu beschreiben, reicht ein kleines Zeichen, das jeder aus der Grundschule kennt. Es ist ein Minuszeichen, es steht bis auf eine Ausnahme vor jeder Zahl im Quartalsbericht des Verbandes der chemischen Industrie (VCI). Im dritten Quartal 2025 sank die Produktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um minus 1,5 Prozent, allein in der Chemieindustrie um 4,3 Prozent; nur die Pharmaindustrie schaffte ein Plus von 3,4 Prozent, das reicht nicht, um die Delle der gewichtigeren Chemieindustrie auszugleichen. Umsatz minus 2,3 Prozent. Die Firmen streichen Stellen, die Zahl der Beschäftigten sank um 0,5 Prozent auf nun knapp 478 000. Der Bericht offenbart für eine ganze Industrie, was einzelne Firmen schon in den vergangenen Wochen berichteten: Es läuft schlecht.

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