Energiepolitik:Führender CDU-Politiker will zurück zur Atomkraft

Energiepolitik: Ein Bus fährt vor den Kühltürmen des Atomkraftwerks Temelin in Tschechien entlang. Temelin ist weniger als 60 Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt.

Ein Bus fährt vor den Kühltürmen des Atomkraftwerks Temelin in Tschechien entlang. Temelin ist weniger als 60 Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt.

(Foto: Armin Weigel/dpa)

Auf einer von der SZ veranstalteten Energiekonferenz spricht sich Peter Liese für den Neubau von Reaktoren aus und bezeichnet den Ausstieg als Fehler. Doch weder Industrie noch Stromkonzerne stimmen ihm zu.

Von Michael Bauchmüller, Essen

Peter Liese hat lange nachgedacht. "Ich gebe ganz offen zu: An dem Fehler habe ich mitgewirkt", sagt er. Aber jetzt lägen die Dinge anders, ganz anders. Liese, 58, ist Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen CDU für die Europawahl. Seit 30 Jahren sitzt er schon im Europaparlament, er gilt als profilierter Klimapolitiker. Und jetzt will er, dass Deutschland über den Neubau von Atomkraftwerken nachdenkt. "Ich weiß, wie teuer neue Kernkraftwerke sind", sagt er. Aber Deutschland müsse wieder offener werden dafür. "Wir sollten uns nicht zu abhängig machen von Energieimporten", findet er.

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