Carsten Maschmeyer:„Mir ist eine Vier-Tage-Woche lieber als eine Null-Tage-Woche“

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Als der heute 65-jährige Carsten Maschmeyer noch Chef des Finanzvertriebs AWD war, nannte man ihn auch den „Drückerkönig“. Ein Milliardär mit besten Kontakten in die Hannoveraner Politwelt. (Foto: Annett von Loeffelholz)

Carsten Maschmeyer ist heute ein Freund der Vier-Tage-Woche, findet das Home-Office wichtig und auch eine neue Work-Life-Balance. Ausgerechnet der Mann also, der vor Jahrzehnten den knallharten Finanzvertrieb AWD aufgebaut hat. Ein Interview über Wandel.

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Eine bessere Adresse als die Maximilianstraße gibt es nicht in München: Ganz oben Opernhaus, Residenz und Theater, die Straße weiter runter reiht sich Laden an Laden: Chanel, Hermes, Gucci. Immer an den exklusiven Vitrinen vorbei, steht man irgendwann vor den Büros des Ex-Chefs des Finanzvertriebs AWD und Start-up-Investors Carsten Maschmeyer, 65. Er ist einer der reichsten Deutschen, sein Vermögen wird auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt. Das dunkelblaue Jackett zieht er gleich aus, man habe ja jetzt gesehen, dass er eins hat, sagt er. Maschmeyer scherzt und berichtet aus seinem Leben. So versucht er seit Jahren, sein altes Image als knallharter Antreiber einer Vertriebler-Truppe hinter sich zu lassen, die Kritiker für den Inbegriff einer Klinkenputzer-Brigade halten. Maschmeyer ist verheiratet mit der Schauspielerin Veronica Ferres und Privatfernseh-Star aus der „Höhle der Löwen“. Der frühere AWD-Chef setzt sich heute für faire Arbeitsbedingungen ein – und warnt davor, sich zu überarbeiten. Alles also ganz anders als früher?

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