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Unternehmen:Kälteschaden

Die große Zeit von Linde begann im Münchner Vorort Höllriegelskreuth, wo Carl von Linde im Februar 1901 eine Versuchsanlage in Betrieb nahm. 2016 entstand vor den Toren der Stadt in Unterschleißheim das größte Füllwerk für Medizinal- und Industriegase in Deutschland.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Carl von Linde hat in München den Kühlschrank erfunden, seine Firma ist Stadtgeschichte. Davon wird nach der Fusion mit dem US-Konkurrenten nicht viel bleiben. Was das mit der Steuer zu tun hat? Natürlich nichts.

Eine enge Treppe führt hinunter in den Keller, eine Glastür, ein schmaler Flur, riesige Drehregale. Zwei Kilometer Akten gebe es hier insgesamt, sagt Julia Sandqvist, fast stolz. Die Chefarchivarin von Linde redet von Akten wie von Freunden. An den Wänden hängt die ganze Geschichte: Carl von Linde, der Gründer, sein pompöser Bart, ein Gruppenfoto des Vorstands von Anfang des vorigen Jahrhunderts, eine alte Luftaufnahme des Werksgeländes mit Backsteinhallen. Unter dem Fenster stehen zwei Kühlschränke, aus den Fünfzigerjahren, mit dem geschwungenen Schriftzug "Linde". Die Luft ist abgestanden.

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