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Camping-Boom:Schlafen, kochen, fahren

Camping verspricht, was durch Corona infrage steht: ein freies und ungebundenes Leben. Der dazugehörige Hashtag "Vanlife" taucht in diesem Jahr in den sozialen Medien besonders häufig auf.

(Foto: Daniel Reuber)

Es ist gar nicht lange her, da galt Camping als besonders spießige Form des Urlaubs. Heute boomt das Geschäft wie kein anderer Touristikzweig. Das hat nicht nur mit der Corona-Krise zu tun.

Von Lea Hampel

Die "Kressbronner Berghalde" ist ausverkauft, auch der Sekt "Steinhauser Rosé". Ein wenig erinnert dieses Weinregal an Bilder aus Supermärkten, wie sie im März überall zu sehen waren: ganze Meter verwaist unter kaltem Neonlicht. Immerhin gibt es noch einzelne Dosen Champignons, Fertigsuppe und Shampoo. Dass hier der Ausnahmezustand nicht gerade erst beginnt, sondern zu Ende geht, wird ein paar Meter weiter deutlich: Spaghetti und Klopapier, die Kriseninsignien des Konsums, gibt es noch. Zwar mag der Rest des Landes auf den zweiten Lockdown zusteuern. Aber hier, im Supermarkt des Campingparks Gohren am Bodensee, klingt die verrückteste Phase des Jahres gerade aus.

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