Oliver Burkhard, 54, hat den Überblick. Aus seinem Eckbüro schaut man weit über das große Werftgelände in Kiel und die Förde, da vorn ankert die riesige Fähre, die am Mittag Richtung Oslo ablegen wird. Burkhard ist seit vier Jahren Vorstandschef von TKMS, bis Januar 2025 war er zugleich Personalvorstand des TKMS-Mutterkonzerns Thyssenkrupp. TKMS – früherer Name: Thyssenkrupp Marine Systems – baut Kriegsschiffe und ist weltweit größter Hersteller von konventionellen U-Booten, also solchen ohne Atomantrieb. Im Oktober ging die Werftengruppe mit mehr als 9000 Beschäftigten an die Börse, der Kurs ist deutlich gestiegen. Die Mehrheit der Anteile gehört aber immer noch Thyssenkrupp. Auf Burkhards Konferenztisch steht eine Kaffeetasse mit der Aufschrift „Ahoi“.
U-Boot-Bauer TKMS„Wir sind keine Kriegsgewinnler“
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Zwei U-Boot-Modelle sind im Besucherzentrum Oceanworld bei TKMS in Kiel zu sehen: Der Konzern ist seit Oktober an der Börse.
Christian Charisius/picture alliance/dpaOliver Burkhard führt den weltweit größten Hersteller von nichtatomaren U-Booten. Er spricht über den neuen Rivalen Rheinmetall, die Zukunft des Kriegs auf See und darüber, warum es etwa fünf Jahre dauert, ein U-Boot zu bauen.
Interview von Caspar Busse und Björn Finke, Kiel
