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Airbus:Zwei der drei deutschen A400M müssen am Boden bleiben

Weiter Feilschen um Militärtransporter A400M

Selten hat ein Flugzeug so viele Problem verursacht wie der A400M.

(Foto: dpa)

Der Ärger um das Transportflugzeug nimmt kein Ende: Wegen defekter Getriebe müssen nun fast alle bisher an Deutschland gelieferten Maschinen am Boden bleiben.

Von Christoph Hickmann

Mit dem Bundeswehr-Transportflugzeug A 400 M gibt es neue Schwierigkeiten. Ein Konstruktionsproblem an einem Propellergetriebe, das zuletzt bei einer britischen Maschine aufgetreten war, ist nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium nun auch an zwei der drei ausgelieferten deutschen A 400 M entdeckt worden.

Die Getriebe müssen ausgetauscht werden. Außerdem wurde der Rhythmus, nach dem die Flugzeuge zur Inspektion müssen, verschärft. Bislang mussten wegen Problemen an den Triebwerken alle A 400 M erstmals nach 200 Flugstunden und danach alle 20 Flugstunden untersucht werden.

Weil an der britischen Maschine aber bereits Beschädigungen vor dem Erreichen von 200 Flugstunden aufgetreten waren, wurde die Marke für die problemanfälligen rechtsdrehenden Getriebe auf 100 Flugstunden für die Erstinspektion herabgesetzt. In der Folge entdeckte man am Donnerstag Beschädigungen an einer der beiden betroffenen deutschen Maschinen. Sie hatte bislang 189 Flugstunden absolviert.

Die linksdrehenden Getriebe haben bisher keine Probleme gemacht. Hier wurden die Intervalle, nach denen sie zur Inspektion müssen, deutlich heraufgesetzt. Der A 400 M ist für das Verteidigungsministerium immer wieder Grund zur Sorge. Erst im Mai hatte es darüber informiert, dass der Hersteller Airbus an allen bisher ausgelieferten Maschinen Teile des Rumpfs austauschen wolle.

© SZ vom 01.07.2016/hgn

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