Monopolkommission„In der Rüstungsindustrie darf es nicht zu einem zweiten Google kommen“

Lesezeit: 5 Min.

Collage: SZ; Bilder: Imago Images

Wettbewerbshüter sind beunruhigt, wie freihändig Deutschland gerade Milliarden in Rüstung investiert. Drohen gefährliche Abhängigkeiten?

Von Georg Ismar und Anna Lea Jakobs

SZ bei Google bevorzugen

Es fehlt jetzt nur noch, dass Tomaso Duso sich die Haare rauft. Wenn es um das Beschaffungswesen der Bundeswehr mit seinen rund 12 000 Mitarbeitern geht, kommt er an Grenzen. Und so platzt es dann aus dem Chef der Monopolkommission heraus. „Also ich bin Italiener, ich wohne seit 30 Jahren in Deutschland – aber da ist immer noch diese deutsche Obsession: Es muss alles von Anfang an perfekt sein.“ Man schreibe erst mal 500 Seiten Anforderungen an ein Produkt, aber so bekomme man nicht die Flexibilität und Schnelligkeit, die es für ein völlig verändertes Kriegsbild brauche.

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