Chef des Bundesrechnungshofs "Und dann haben wir den Salat"

Bei Kay Schellers Behörde melden sich auch Bürger. Am meisten regten sich die Menschen auf, wenn Straßen oder Gebäude vermeintlich sinnlos gebaut würden. Oder wenn Arbeitslosengeld ungerecht ausgezahlt werde, sagt der Chef des Bundesrechnungshofs.

(Foto: Florian Gaertner/photothek.net)

Der Soli muss weg, eine Öko-Maut her und CO₂ braucht einen Preis: Kay Scheller, Chef des Bundesrechnungshofes, sagt, wo Geld verschwendet wird und erteilt der Regierung gern ungefragt Ratschläge.

Interview von Cerstin Gammelin

Atemberaubend ist der Blick aus dem Fenster des Präsidenten: Majestätisch fließt der Rhein dahin. Kay Scheller muss nur den Kopf nach links neigen, um sich der Beständigkeit zu versichern. Atemberaubend ist auch die Verschwendung öffentlicher Gelder, die der von ihm geleitete Bundesrechnungshof immer wieder aufdeckt. Und es raubt Politikern gelegentlich den Atem, wenn Scheller ihren Entscheidungen vorgreift. Zeit also, mit dem Präsidenten zu reden.

SZ: Herr Präsident, Sie schauen penibel darauf, ob die Verwaltung das Geld der Bürger ordentlich ausgibt. ...

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