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Bundesnetzagentur:Mehr Beschwerden über Paketdienste

Unzufriedene Paket-Kunden rufen verstärkt die Bundesnetzagentur zu Hilfe. 2017 seien 1001 Anträge auf Schlichtung eingegangen. Viele Postdienstleister weigerten sich aber, daran teilzunehmen.

Kunden von Paketdiensten rufen bei Streitigkeiten um beschädigte oder verloren gegangene Pakete verstärkt die Bundesnetzagentur zu Hilfe. 2017 seien 1001 Anträge auf Schlichtung eingegangen, mehr als vier Mal so viele wie 2016, teilte die Bundesnetzagentur am Donnerstag mit. Viele Postdienstleister weigerten sich aber, an einem Schlichtungsverfahren teilzunehmen. "Das ist für die Verbraucher ein herber Rückschlag", kritisierte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Die meisten der großen Paketdienste schließen laut Netzagentur durch eine neue Klausel in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Teilnahme an einem Schlichtungsverfahren aus. Die beabsichtigte Verbesserung der Verbraucherrechte sei damit "faktisch ins Gegenteil verkehrt" worden. Homann sprach sich für Neuregelungen aus, damit "Postdienstleister sich in der Sache mit dem Schlichtungsantrag befassen müssen". Diese außergerichtlichen Verfahren waren 2016 durch das sogenannte Verbraucherstreitbeilegungsgesetz geschaffen worden.