BundesbankDie Bundesbank macht Milliardenverluste. Was bedeutet das für die Steuerzahler?

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Rund 19,2 Milliarden Euro Minus stehen für das vergangene Jahr in der Bilanz.
Rund 19,2 Milliarden Euro Minus stehen für das vergangene Jahr in der Bilanz. Arne Dedert/dpa

Jahrzehntelang hat die Bundesbank satte Gewinne gemacht, doch jetzt schreibt sie das höchste Minus ihrer Geschichte.  Ausgerechnet die Banken verdienen daran. Warum das so ist und welche Folgen es hat.

Von Meike Schreiber und Markus Zydra, Frankfurt

Es gibt in Deutschland wohl keine andere Institution, der die Menschen so viel Vertrauen entgegenbringen wie der Bundesbank. Die Währungshüter symbolisieren die Prosperität der alten Bundesrepublik, gleichzeitig aber auch die Fährnisse der europäischen Integration. Die Rettungsmaßnahmen der EZB nach der Euro-Staatsschuldenkrise 2011 sind in der Bundesbank-Führung scharf kritisiert worden. Der damalige EZB-Präsident Mario Draghi und der frühere Bundesbankpräsident Jens Weidmann lagen im Clinch. Jetzt, über ein Jahrzehnt später, kommt die Rechnung für die lockere Geldpolitik: 19,2 Milliarden Euro Bilanzverlust, so viel wie noch nie seit 1979. Er fällt so hoch aus, weil die EZB infolge der hohen Inflation die Leitzinsen stark anheben musste: Eine äußerst unglückliche Verquickung zweier Finanzdebakel. Die SZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

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