Finanzmärkte:Die Gelassenheit der Banker könnte trügerisch sein

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Finanzmärkte: Entspannt in Berlin: Wolfgang Fink (Goldman Sachs), Uwe Fröhlich (DZ Bank), Ingrid Hengster (Barclays) und Gerhard Schick (Bürgerbewegung Finanzwende) (v.l.)

Entspannt in Berlin: Wolfgang Fink (Goldman Sachs), Uwe Fröhlich (DZ Bank), Ingrid Hengster (Barclays) und Gerhard Schick (Bürgerbewegung Finanzwende) (v.l.)

(Foto: Johannes Simon)

Früher kam erst eine Krise, dann die nächste. Heute überlagert sich alles. Die Finanzindustrie gibt sich trotzdem entspannt - die Bundesbank aber warnt schon vor Risiken.

Von Jan Diesteldorf, Berlin, und Markus Zydra, Frankfurt

Früher konnte man sich auf die Krisen noch verlassen. Sie kamen einzeln, nacheinander, standen vielleicht im Zusammenhang. Aber man konnte eben eine nach der anderen bekämpfen. Die Staatsschuldenkrisen der 1990er-Jahre, die weltweite Finanzkrise von 2008 an, die folgende Euro-Krise und die Aufregung um Griechenland 2015. Aber jetzt: überlagert sich alles, durchschneidet die Pandemie Lieferketten und zerstört Geschäftsmodelle, wird die Klimakrise auf einmal akut, hat Russlands Überfall auf die Ukraine einen beispiellosen Energiepreisschock ausgelöst. Regierungen legen Notprogramme auf, Zentralbanken bekämpfen ruinöse Inflationsraten, Unternehmen ächzen - und die Finanzaufseher Europas sind alarmiert.

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