Reisen:Einmal Freiheit zum Ausleihen, bitte

Ein Orange-weisser VW Bus Bulli steht neben einem roten Sonnenschirm am Strand des Ionischen Meer bei Saranda (Sarandë

Freiheit, Abenteuer, und allein am Strand, nur mit einem Sonnenschirm: Reisen mit dem Campingbus sind gerade ziemlich angesagt.

(Foto: Bruno Kickner/imago)

Mit dem Campingbus bei Sonnenuntergang am Strand, auf der Alm und an norwegischen Fjorden: Früher waren Reisen mit dem VW-Bulli einfach nur Low-Budget-Trips, seit Corona aber boomt der Markt wie nie. Über das lukrative Geschäft mit dem Retro-Gefühl.

Von Thomas Fromm

Die bunten Wimpelketten sind die Botschaft. Sie sollen zeigen, wo die Reise hingeht, nämlich erstens in die Ferne, und zweitens gerne auch in die Vergangenheit. Aufgereihte Fähnchen in Gelb, Grün und Rot, die man auch von Kinderfahrrädern kennt, die nicht unbedingt in dieses Großraumbüro passen, und die vielleicht gerade deshalb über Schreibtischen, Sitzecken und in den kleinen Arbeitskabinen wedeln. Als wäre das hier kein Loft-Büro in München-Schwabing, sondern, zum Beispiel, ein Campingplatz in San Remo. Und zwar nicht irgendwann, sondern vielleicht so um 1962 herum, als sich die Urlaubsfrage noch sehr einfach in Schlagern beantworten ließ. Als Conny Froboess seinerzeit beobachtete, dass die beiden "kleinen" (!) Italiener einfach nur nach Hause wollen, zurück nach Napoli, zu Tina und Marina. Für alle anderen aber so eine Reise in den Süden vor allem sehr "schick und fein" sei. Und die natürlich, denn so oft war man ja vielleicht auch noch nicht im Süden gewesen, damals auch noch den Hauch des Neuen und Exotischen hatte. Großes Abenteuer Gardasee.

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