Börse:Bei Brenntag brennt die Bude

Börse: Brenntag-Zentrale in Essen: Das Ringen mit den Investoren zieht sich nun schon ein halbes Jahr hin.

Brenntag-Zentrale in Essen: Das Ringen mit den Investoren zieht sich nun schon ein halbes Jahr hin.

(Foto: Rupert Oberhäuser/IMAGO)

Dem Dax-Konzern Brenntag droht bei der Hauptversammlung am Donnerstag eine Machtprobe: Aktivistische Fonds wollen den weltweit größten Chemikalienhändler zerschlagen. Was das für Deutschland bedeutet.

Von Björn Finke und Meike Schreiber, Bielefeld/Frankfurt

Hauptversammlungen sind häufig ziemlich unspektakuläre Veranstaltungen. Das gilt besonders, wenn die Aktionärstreffen rein virtuell stattfinden. Doch bei der digitalen Versammlung des Dax-Konzerns Brenntag steht an diesem Donnerstag eine dramatische Machtprobe an. Zwei sogenannte aktivistische Investoren aus den USA und Großbritannien wollen den weltweit größten Chemikalienhändler zerschlagen. Auf dem Aktionärstreffen stellen sie daher für zwei freie Posten im Aufsichtsrat eigene Kandidaten auf: Das Duo tritt damit gegen die vom Brenntag-Management vorgeschlagenen Aufseher an. Solche Vorstöße gibt es immer wieder mal, oft versanden sie. Nicht so bei Brenntag: Die aktivistischen Investoren könnten tatsächlich Erfolg haben, denn die zwei mächtigen Aktionärsberater ISS und Glass Lewis aus den USA empfehlen überraschenderweise ihren Kunden die Unterstützung der Rebellen.

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