Epstein FilesChef des Weltwirtschaftsforums tritt zurück

Der Norweger Børge Brende stand acht Jahre an der Spitze des Weltwirtschaftsforums, das alljährlich im Januar das Treffen in Davos ausrichtet.
Der Norweger Børge Brende stand acht Jahre an der Spitze des Weltwirtschaftsforums, das alljährlich im Januar das Treffen in Davos ausrichtet. Fabrice Cofffrini/AFP

Der Rücktritt steht in Zusammenhang mit Untersuchungen zu den Kontakten Brendes zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

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Der Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), Børge Brende, tritt von seinem Amt zurück. In einer Mitteilung, die am Donnerstag verschickt wurde, begründete Brende den Schritt damit, dass das Forum seine Arbeit ohne Ablenkungen fortsetzen ⁠solle. Zu diesem Entschluss sei er nach reiflicher Überlegung gekommen, sagte der frühere norwegische Außenminister einer WEF-Mitteilung zufolge. Er blicke auf achteinhalb lohnende Jahre zurück.

In einer zweiten Mitteilung erklärten die Co-Vorsitzenden ‌des Stiftungsrats, André Hoffmann, der Vizechef des Pharmakonzerns Roche, und Larry ‌Fink, der Chef des Vermögensverwalters Blackrock, sie akzeptierten die Entscheidung Brendes.

Dem Rücktritt ging eine unabhängige Untersuchung zu den Kontakten Brendes zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein durch externe Anwälte voraus. Diese sei nun abgeschlossen und habe keine weiteren Bedenken über das ‌bereits Bekannte hinaus ergeben, hieß es in der Mitteilung weiter. ‌Einer Offenlegung des ‌US-Justizministeriums zufolge hatte der Norweger drei Geschäftsessen mit Epstein und kommunizierte auch per E-Mail und SMS mit dem mittlerweile verstorbenen US-Millionär.

Zum Interimspräsidenten ist der gegenwärtige Managing Director des ⁠WEF, Alois Zwinggi, ernannt worden. Der ‌Stiftungsrat werde ‌nun die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge einleiten, heißt es in der Mitteilung.

© SZ/Reuters/dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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SZ PlusVon Peter Burghardt

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