Braunkohle-Tagebau:Kampf um jeden Baum

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Aktionsbündnis Ende Gelände

Der Tagebau Hambach nähert sich einem alten Waldstück

(Foto: Henning Kaiser/dpa)

Umweltschützer wollen per Klage den Braunkohle-Tagebau im Rheinland stoppen - und ein altes Waldstück retten. Doch ein Vergleich mit dem Energiekonzern RWE scheitert am Dienstag. Der Prozess zeugt vom Zielkonflikt der deutschen Klimapolitik.

Von Benedikt Müller, Köln

Für Kohle-Gegner ist der Hambacher Forst ein schicksalsträchtiger Ort: Von dem uralten Wald wird nicht viel übrig bleiben, falls die Energiepolitik keine Kehrtwende nimmt. Millionen Tonnen Braunkohle schlummern unter dem Forst etwa 30 Kilometer westlich von Köln. Bald könnte der Versorger RWE weitere Bäume roden, damit sich die großen Schaufelrad-Bagger weitere Meter durch das Revier graben können. Aktivisten haben im Herbst den Wald besetzt, Hütten in den Bäumen gebaut, um genau das zu verhindern.

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