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Braucht man das?:Solar-Rucksack Sunnybag

Ein Rucksack mit eingebautem Solar-Panel. Da könnte man sogar Home-Office vom Berggipfel aus machen. Wenn die Sonne nicht richtig herunterknallt, kann das Aufladen aber etwas dauern.

Von Thorsten Riedl

Sunnybag Iconic

High-Tech-Rucksack aus Österreich, der womöglich eher beruflich als für den Sport nützlich ist.

(Foto: oh)

Unterwegs die Kraft der Sonne nutzen: Es ist dies wohl der Traum eines jeden Technik-Enthusiasten. Mit dem Iconic des österreichischen Herstellers Sunnybag kommt der Gadget-Liebhaber dem Traum ein Stück näher. Der Rucksack hat ein Solar-Panel mit einer Leistung von sieben Watt integriert. Laut Hersteller reicht das, um die Smartwatch in einer, das Smartphone in zwei Stunden zu laden - leider funktioniert das so wohl nur in der Sahara.

An der Verarbeitung des Rucksacks gibt es nichts zu mäkeln. Die Außenhülle ist schön steif, so dass der Rucksack seine Form auch im leeren Zustand behält. Vollgepackt fasst er 20 Liter. Viele kleine Taschen für Geldbeutel, Visitenkarten oder Tablet und Laptop im Innenraum bringen reichlich Stauraum und Ordnung. Das Rückenpolster sorgt für etwas Belüftung beim Tragen, macht die Tasche aber dennoch zu einer besseren Wahl für den Geschäftsreisenden als den Sportler.

Die Vorderseite des Rucksacks prägt das Solarpanel, das auch abgenommen werden kann. Sunnybag verbaut nach eigenen Angaben ein Panel mit einem Wirkungsgrad von 22,4 Prozent. Es handelt sich damit um eine der stärksten Zellen auf dem Markt. Besonderer Clou: Eine der Innentaschen fasst eine Sunnybag-Powerbank, die Strom zwischenspeichert, und gegebenenfalls drahtlos über Qi-Standard an ein Smartphone in der Außentasche abgibt. Leider verrutscht das Handy schnell, so dass das nicht immer funktioniert.

Dafür versteht sich das Batterie-Pack des Herstellers darauf, gleichzeitig aufzuladen und Strom abzugeben. Das können viele andere nicht. Ein Preis von 17 Euro scheint zudem angemessen für den Akku, denn nicht jedes Smartphone kommt mit schwankendem Ladestrom zurecht. An der Powerbank lässt sich zudem gut erkennen, dass der Sunnybag Iconic funktioniert: Das gute Stück lädt - bei der Sonneneinstrahlung hierzulande dauert das aber eine Weile. Liegt die Tasche nicht genau zur Sonne, ist sie auch nur leicht angewinkelt, sinkt der Ladestrom bereits deutlich. Vom Spaziergang im Wald oder in einer Straßenschlucht ganz zu schweigen. Man sollte es gelassen betrachten: Der Sunnybag Iconic ist für 99 Euro ein ordentlicher Rucksack - der daneben auch noch etwas Strom für die eigene Gadget-Flotte liefert.

© SZ vom 08.07.2020

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