bedeckt München

Braucht man das?:Smartphone Galaxy Note 20 Ultra 5G

Samsung galaxy Note 20 Ultra 5G

Das neue Smartphone Galaxy Note 20 Ultra 5G hat einen 6,9 Zoll großen Bildschirm.

(Foto: OH)

Wer ein Smartphone mit Stift braucht, landet beim Note. Doch ohne 5G tut es auch das Vorgängermodell.

Von Helmut Martin-Jung

Wäre Samsungs neues Handy-Flaggschiff Galaxy Note 20 Ultra 5G nicht so hübsch designt und gut verarbeitet, könnte man ihm glatt den Spitznamen Buckelwal verpassen. Es ist ein Wal unter den Smartphones, und die rückwärtige Kameraeinheit ragt als markanter Buckel aus der Rückseite heraus. Aber schließlich sind Smartphones die neuen Digitalkameras. Sollen sie eine gute Qualität erreichen, brauchen sie eben auch ihren Platz.

Gleiches gilt für den Bildschirm. 6,9 Zoll groß - dieses Maß haben auch kleine Tablets - bedeckt er nahezu die gesamte Vorderseite, für die Frontkamera hat Samsung ein kleines Loch ins Display gestanzt, der Ultraschall-Fingerabdruck-Sensor sitzt unterm Display. Als besonderes Merkmal der Note-Reihe darf auch der integrierte Stift nicht fehlen. Das alles zusammen führt zu einem Gesamtgewicht von 208 Gramm.

Aber das Note war ja nie ein Winzling, was für seine Größe gilt, wie auch für den Preis. Bis zu 1364 Euro werden dieses Mal fällig, wer das Spitzenmodell mit 512 Gigabyte eingebautem Speicher haben will. Das ist viel Geld, mittlerweile aber auch nicht mehr ungewöhnlich. Die Frage, ob sich die Ausgabe denn aber auch lohnt, rückt allerdings in den Vordergrund.

Ja, das neue Note ist ein sehr gutes Smartphone mit einem Kameramodul, das vorne mitspielt. Nur bei schlechten Lichtverhältnissen schneiden - auf insgesamt hohem Niveau - die Konkurrenten etwa von Google und Huawei besser ab. Das Telezoom ist gegenüber Samsungs S20 Ultra von unsinniger 100-facher auf immer noch übertriebene 50-fache Vergrößerung begrenzt worden, das liegend eingebaute optische Zoomobjektiv holt Objekte fünfmal näher heran - da ist dann auch die Qualität makellos.

Verbessert wurde gegenüber dem Vorgänger die Handschriftenerkennung. Auch aus ziemlichem Gekrakel kann die App oft noch erkennen, was gemeint war. Der Bildschirm löst mit 1440 mal 3088 Bildpunkten sehr fein auf und kann bis zu 120mal pro Sekunde neu aufgebaut werden, letzteres aber bei geringerer Auflösung, die jedoch immer noch knackscharfe Bilder liefert und dazu den Akku schont.

Fazit: Nur wer unbedingt ein Smartphone mit Stift haben will, landet zwingend beim Note; das Vorjahresmodell Galaxy Note 10 ist wie immer ein guter Tipp, die Verbesserungen des neuen Modells sind nicht dramatisch. Entscheidend aber könnte die 5G-Fähigkeit des neuen Modells sein.

© SZ vom 26.08.2020
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema