VersorgungssicherheitUS-Milliardär kontrolliert deutsche Raffinerien

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BPs Raffinerie in Gelsenkirchen ist künftig in amerikanischer Hand.
BPs Raffinerie in Gelsenkirchen ist künftig in amerikanischer Hand. Martin Meissner/AP

BP verkauft eine der größten deutschen Raffinerien an einen US-Investor. Dem gehört schon eine andere Anlage im Land. Die Werke versorgen die Bürger mit Sprit und Heizöl, doch die Geschäfte laufen schlecht.

Von Björn Finke, Düsseldorf

Der Amerikaner A. Gary Klesch ist fast 80 Jahre alt und gilt als einer der reichsten Menschen der Welt. Künftig hat er auch auf dem deutschen Raffineriemarkt einiges zu sagen. Denn am Donnerstag verkündete der britische Öl- und Gaskonzern BP, seine Raffinerie in Gelsenkirchen an die Klesch Group zu verkaufen. Ein Preis wurde nicht genannt. Die riesige Anlage im Ruhrgebiet beschäftigt inklusive des Tanklagers in Bottrop 1800 Menschen. Es ist eine der größten Raffinerien des Landes: Pro Jahr können zwölf Millionen Tonnen Rohöl in Benzin, Diesel, Kerosin, Heizöl oder Vorprodukte für die Chemieindustrie verwandelt werden. Zusammen mit dem Komplex kauft Klesch eine Tochterfirma in Mülheim an der Ruhr, die Lösungsmittel herstellt.

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