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Börsengang:Schwacher Start für Uber

Zum Handelsstart verlieren die Uber-Aktien zunächst deutlich.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber ist bei der größten Börsenpremiere seit Jahren auf schwache Nachfrage von Anlegern gestoßen. Der erste Kurs lag am Freitag bei 42 Dollar, knapp sieben Prozent unter dem Ausgabepreis von 45 Dollar. Das kalifornische Unternehmen hatte beim Börsengang rund 8,1 Milliarden Dollar eingesammelt, seine Aktien aber nicht so erfolgreich wie erhofft platzieren können. Der Konzern bewegte sich mit dem Ausgabepreis am unteren Ende der anvisierten Preisspanne von 44 bis 50 Dollar. Die Firma erlöste so fast eine Milliarde Dollar weniger als gedacht.

Der Uber-Börsengang ist einer der größten der bisherigen Geschichte und voraussichtlich der größte des Jahres 2019. Pech für Uber: Vor ein paar Wochen hätte der Konzern noch mehr Geld eingenommen. Doch angesichts der schlechten Stimmung am Markt hatte sich bereits abgezeichnet, dass die Nachfrage nach den Papieren eher verhalten sein dürfte. Zu Handelsbeginn am Freitag war das Unternehmen 75,5 Milliarden Dollar wert - das ist zwar viel für ein zehn Jahre altes Unternehmen, aber eben auch weit entfernt von den 120 Milliarden Dollar, von denen die beteiligten Investmentbanker noch vor wenigen Monaten sprachen.

Wichtigster Grund für die Preisreduktion war wohl auch das Abschneiden von Ubers stärkstem Konkurrenten Lyft. Das ebenfalls aus San Francisco stammende, kleinere Unternehmen war Uber beim Börsengang um ein paar Wochen zuvorgekommen und hat nach einem starkem Start seither an der Börse nur verloren.

Das bekam Uber zu spüren.

© SZ vom 11.05.2019
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