Finanzmärkte:Platzt bald die nächste Blase?

Finanzmärkte: Wer Geld hatte, um in Aktien zu investieren, konnte damit in den vergangenen 20 Jahren ordentlich Profit machen

Wer Geld hatte, um in Aktien zu investieren, konnte damit in den vergangenen 20 Jahren ordentlich Profit machen

(Foto: Wu Hong/dpa)

Aktien und Immobilien steigen viel schneller im Wert als die "normale" Wirtschaft. Experten befürchten eine "Papierblase". Was das bedeutet und wie heikel die Lage ist.

Von Markus Zydra, Frankfurt

Der deutsche Aktienindex Dax erreichte dieser Tage den höchsten Stand seiner Geschichte, gleichzeitig steht fest, dass Deutschland in einer Rezession steckt. Die Börsianer machen Profite, große Teile der Gesellschaft in der realen Wirtschaft bleiben außen vor. "In den letzten 20 Jahren sind die Preise für Aktien und Immobilien schneller gestiegen als der reale wirtschaftliche Output", heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft McKinsey. Das reale Wirtschaftswachstum sei in dieser Periode "flau" ausgefallen, die gesellschaftliche Ungleichheit bei der Vermögensverteilung gewachsen. Die Experten nennen sogar ein Zahl, um wieviel mehr dieser "Reichtum auf dem Papier", wie er genannt wird, zugenommen hat: Es sind 160 Billionen Dollar - oder um alle Nullstellen ergänzt: 160 000 000 000 000 Dollar. Das bedeutet im einzelnen: Aktienkurse sind seit 2001 um 100 Prozent stärker gestiegen als das Bruttoinlandsprodukt, bei Schuldscheinen beträgt das Plus 90 Prozent, bei Immobilien 33 Prozent.

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