Dax-Absturz:Die beruhigenden Weisheiten der Börsen-Gurus

Altmeister der Finanzmärkte raten angesichts fallender Kurse zu Ruhe, Geduld und Selbstironie.

Von Vivien Timmler

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"Kurzfristig ist der Markt ein Schönheitswettbewerb, langfristig ist er eine Waage"

Warren Buffett, chairman and CEO of Berkshire Hathaway, speaks at the Fortune's Most Powerful Women's Summit in Washington

Quelle: REUTERS

Kaum ein Experte an der Börse hat so viele Aufs und Abs erlebt wie Warren Buffett. Der 85-jährige Investor, der nebenbei der drittreichste Mensch der Welt ist, hat mittlerweile über 50 Jahre Börsenerfahrung - und bewahrt in turbulenten Zeiten vor allem eins: Ruhe.

Denn er weiß: Früher oder später gleichen sich Unregelmäßigkeiten meistens wieder aus. "Kurzfristig ist der Markt ein Schönheitswettbewerb, langfristig ist er eine Waage", ist einer seiner berühmten Statements zu Börsenschwankungen. Und er hat noch einen Tipp: "Betrachten Sie die Schwankungen des Aktienmarktes als Ihren Freund und nicht als Ihren Feind." Dafür gilt sicher jedoch die Weisheit: "Leichter gesagt, als getan."

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"Vor dem Sonnenaufgang kommt erst einmal die Finsternis"

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Quelle: AFP

Der US-Investor George Soros kommt aus der gleichen Generation wie Warren Buffet und auch sein Blick auf die Börsen zeichnet sich durch Gelassenheit aus. Soros prägte vor Jahren diesen Satz: "Vor dem Sonnenaufgang kommt erst einmal die Finsternis." Sprich: Irgendwann wird alles wieder gut.

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"Ich freue mich über niedrigere Kurse. Denn jetzt bieten sich Einstiegschancen"

Dirk Müller

Quelle: dpa

Der deutsche Börsenhändler Dirk Müller, der international vor einigen Jahren als "Mister DAX" bekannt wurde, beobachtet die Märkte zwar ebenso kritisch wie seine amerikanischen Kollegen, kann fallenden Kursen jedoch auch etwas Positives abgewinnen. "Ich freue mich über niedrigere Kurse. Denn jetzt bieten sich Einstiegschancen", sagte er im vergangenen Jahr dem Handelsblatt.

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"Börsengewinne sind Schmerzensgelder. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld"

Andre Kostolany

Quelle: Stephan Rumpf

Die Investment-Philosophie des ungarisch-amerikanischen Finanzexperten André Kostolany (1906-1999) besagt, dass man sich inhaltlich intensiv mit einem Investment auseinandersetzen muss, bevor man Geld - mit allen Konsequenzen - hineinsteckt. "Börsengewinne sind Schmerzensgelder. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld", pflegte er daher mit einem Hauch Ironie in der Stimme zu sagen.

Zu Lebzeiten haftete Kostolany der Ruf eines Börsengurus an, den er vor allem aufgrund seiner zahlreichen Bücher, Vorträge und Kolumnen erlangte - so sehr er sich selbst auch gegen diese Bezeichnung wehrte.

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"Niemand war je in der Lage, die Börse vorherzusagen. Es ist eine totale Zeitverschwendung"

Lynch, vice chairman of Fidelity Research Company, listens as McDonald's CEO Skinner is introduced for a speech at the Boston College Chief Executives Club of Boston luncheon

Quelle: REUTERS

Peter Lynch war lange einer der erfolgreichsten Fondsmanager der Welt. Seine Investment-Strategie war eine breite Diversifizierung: Lynch hielt zeitweise über 1.000 unterschiedliche Aktien gleichzeitig.

In seinen Büchern erklärt der Amerikaner Anlagestrategien für Privatanleger. Auch sein Credo lautet "Ruhe bewahren". Er ruft seinen Lesern aber auch immer wieder in Erinnerung: "Niemand war je in der Lage, die Börse vorherzusagen. Es ist eine totale Zeitverschwendung." Dass diese "Zeitverschwendung" eine der Lieblingsbeschäftigungen vieler Investoren und Teil der Berufsbeschreibung eines Fondsmanagers ist - das ignoriert er geflissentlich.

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"Geduld ist die oberste Tugend des Investors"

In this image provided by the New York Guild for the Jewish Blind...

Quelle: picture alliance / AP

Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Investor Benjamin Graham brachte einst auf den Punkt, was viele seiner Kollegen ein wenig ausschweifender und kryptischer zu formulieren pflegen: "Geduld ist die oberste Tugend des Investors."

© SZ.de/vit/jps
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