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Boeing:Dämpfer wegen der 737Max

Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) will die volle Kontrolle behalten, wenn es um die Rückkehr der Boeing 737 Max in den Liniendienst geht. Die FAA teilte dem Flugzeughersteller in einem Schreiben mit, sie werde das Ausstellen der Zulassungs- und Exportdokumente nicht mehr an Boeing delegieren, sondern selbst durchführen. Die Entscheidung des neuen FAA-Chefs Steve Dickson macht deutlich, wie angespannt das Verhältnis zwischen der Behörde und dem Konzern aus dem US-Bundesstaat Washington ist und wie sehr die FAA darauf drängt, ihre Unabhängigkeit wiederherzustellen. Nach den Abstürzen zweier Boeing-Maschinen des Typs 737 Max war ihr vorgeworfen worden, ihre Aufsichtspflicht bei Boeing vernachlässigt zu haben. Für die 737 Max gilt seit März diesen Jahres ein weltweites Flugverbot. Boeing hat seither zwar knapp 400 Maschinen des Typs gebaut, kann diese aber nicht ausliefern. Der Hersteller hofft weiterhin, das Modell könne noch vor Jahresende wieder zugelassen werden. Doch Insider halten die Chancen dafür mittlerweile für nur noch sehr gering. Die FAA-Entscheidung könnte auch bedeuten, dass sich der Prozess, Maschinen nach dem Ende des Flugverbotes auszuliefern, verlangsamt. Die großen amerikanischen Airlines rechnen derzeit damit, dass sie die 737 Max nicht vor März 2020 wieder einsetzen können.