MeinungLandgrabbingRan an die Spekulanten

Essay von Uwe Ritzer

Lesezeit: 6 Min.

(Foto: istock/Getty Images/Collage: SZ)

Boden wird immer knapper. Das treibt die Preise für Bauland und Agrarflächen in schwindelerregende Höhen. Nur wenige profitieren, während immer mehr Menschen darunter leiden. Das kann so nicht weitergehen.

Das Thema hat den SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel sein gesamtes politisches Leben lang umgetrieben. Und er hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er gescheitert ist. An politischen Mehrheiten, an Koalitionspartnern, vor allem an mächtigen Lobbyisten. Jahrzehntelang kämpfte der frühere Münchner Oberbürgermeister, Regierende Bürgermeister von Berlin, Bundesminister, sowie SPD-Partei- und Fraktionschef in all seinen Ämtern für einen gesellschaftspolitisch faireren Umgang mit Grund und Boden. Vogel hat darüber sogar sein letztes Buch geschrieben, im 94. Lebensjahr, wenige Monate vor seinem Tod. Einen schmalen, fundierten Band mit dem Titel „Mehr Gerechtigkeit!“ Die Unterzeile postuliert eine Grundüberzeugung des großen Sozialdemokraten: „Wir brauchen eine neue Bodenordnung – nur dann wird auch Wohnen wieder bezahlbar“.

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