Oliver Zipse im Porträt:"Ich bin präzise, nicht penibel!"

Lesezeit: 6 min

BMW âÄ" Chef Oliver Zipse im SZ Hochhaus

Oliver Zipse, 56, gilt als sehr freundlich, sehr adrett, sehr kompetent, aber auch als sehr selbstbewusst. "Digitalisierung findet nicht nur in Kalifornien statt", sagt er über den Rivalen Tesla.

(Foto: Florian Peljak)

Seit einem Jahr führt Oliver Zipse den Autohersteller BMW. Von sich selbst erzählt er wenig. Außer, wenn man mit ihm über Samurais spricht. Ein Besuch auf Etage 21.

Von Max Hägler, München

Es ist der Moment, in dem der akkurate Herr Zipse mal wieder zeigen will, dass er einen Plan hat. Einen sehr genauen Plan. Das Forschungs- und Innovationszentrum von BMW, firmenintern nur FIZ genannt, die Herzkammer des Münchner Konzerns. Ein Besprechungszimmer im vierten Stock, an der Wand Luftbilder der Autofabriken. Oliver Zipse, der Vorstandschef, hatte die Treppe genommen hier hinauf, die eine Hand in der Hosentasche, in der anderen sein Mäppchen, er war nicht ins Schnaufen gekommen, trotz Mund-Nase-Schutz. "Wenn Sie ein bisschen auseinanderrutschen...", sagt er den Leuten nun, lächelt - und erklärt dann, was es mit diesem neuen Modell namens iNext auf sich hat und insbesondere, wann es von selbst wird fahren können. Zipse sagt: "Wir werden wieder einmal genau den richtigen Zeitpunkt erwischen!" Da ist kein Platz für Nachfragen. Seine Botschaft ist klar: Mit ihm an der Spitze geht nichts schief, ganz sicher nicht. Dann muss er selbst kurz schmunzeln: Was er doch für unbändige Seherfähigkeiten hat!

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
apfel
Essen und Trinken
Die gruselige Haltbarkeit des Granny Smith
Das stumme Mädchen
Internet
Das stumme Mädchen
Digitalisierung
KI, unser Untergang?
Juristenausbildung
In Rekordzeit zur schwarzen Robe
Curry
Essen und Trinken
"Man muss einem Curry in der Zubereitung viel Aufmerksamkeit schenken"
Zur SZ-Startseite