AutobrancheBMW ruft Hunderttausende Autos wegen Brandgefahr zurück

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Der Münchner Automobilhersteller hat Probleme mit dem Starter festgestellt.
Der Münchner Automobilhersteller hat Probleme mit dem Starter festgestellt. Sven Hoppe/dpa

Mehr als 28 000 Fahrzeuge des Münchner Herstellers sind in Deutschland betroffen, es geht um den Produktionszeitraum Juli 2020 bis Juli 2022. Bei mehreren Modellreihen kann es Probleme mit dem Starter geben.

Weltweit ruft BMW Fahrzeuge aus mehreren Modellreihen zurück. Insgesamt gehe es um eine mittlere sechsstellige Zahl, hieß es vom Münchner Hersteller. In Deutschland sind 28 582 Fahrzeuge betroffen. Zuvor hatte der kfz-Betrieb berichtet, der eine Gesamtzahl von 575 000 Fahrzeugen nennt. Dies bestätigte BMW nicht.

Laut BMW wurde bei Produktkontrollen festgestellt, dass nach einer hohen Anzahl von Starts erhöhter Verschleiß im Magnetschalter auftreten könne. Dadurch könne das Auto schlechter, unter Umständen auch gar nicht mehr gestartet werden. Zudem sei ein Kurzschluss nicht auszuschließen, durch den es zu einer lokalen Überhitzung am Starter kommen könne. „Im ungünstigsten Fall führt dies zu einem Fahrzeugbrand während des Betriebs. In diesem Fall kann während der Fahrt oder beim Verlassen des Fahrzeugs Rauch gesehen oder gerochen werden.“ BMW empfehle daher, das Fahrzeug nicht mit laufendem Motor unbeaufsichtigt zu lassen.

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Laut Bloomberg beschwerten sich bereits im Juni 2022 Kunden und Händler. Aber erst im August 2024 sei BMW klar geworden, dass bis zu 1,5 Millionen Autos betroffen sein könnten.

Konkret geht es um Fahrzeuge aus den Baureihen 2er-Coupé, mehrere Varianten von 3er, 4er und 5er, den 6er-Gran-Turismo, die 7er-Limousine, X4, X5, X6 und Z4. Potenziell betroffen seien Fahrzeuge mit einem Starter-Relais aus dem Produktionszeitraum Juli 2020 bis Juli 2022. Der Produktionszeitraum der Fahrzeuge lasse sich allerdings nicht trennscharf abgrenzen, da der Transportweg für Starter- und Fahrzeugproduktion unterschiedlich lang ist. Zudem seien auch Fahrzeuge betroffen, in die ein fehlerhafter Starter nachträglich bei einer Reparatur verbaut wurde.

Schon im vergangenen Herbst hatte BMW Hunderttausende Autos zurückgerufen, weil es durch ein Starterproblem im schlimmsten Fall zu Bränden kommen konnte. Damals war allerdings nicht Verschleiß die Ursache, sondern Wasser, das in den Starter eindringen und zu Korrosion führen konnte. Auch hier waren Kurzschluss und im ungünstigsten Fall Brand möglich. Anders als jetzt war dies damals allerdings auch im ausgeschalteten Zustand möglich.

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