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BMW:Ende einer Rekordfahrt

BMW

Produktion im BMW-Werk in Regensburg.

(Foto: Armin Weigel/dpa)

Zehn Jahre lang ging es immer nur aufwärts. Nun schreibt der Konzern im Autogeschäft sogar rote Zahlen.

Zehn Jahre lang ging es immer nur aufwärts, jahrelang folgte auf den einen Rekord schon der nächste. Bei BMW ging es zu wie bei den meisten Autokonzernen in den Jahren nach der großen Finanzkrise 2008: Die Frage war nicht, ob Absatz, Gewinn und Umsatz steigen. Die Frage war nur: Wie viel ist es dieses Mal? Das ging gut, bis jetzt. Dieser 7. Mai aber könnte für die Münchner eine Art Zeitenwende sein.

Denn an diesem Dienstag meldete BMW für das erste Jahresquartal in seinem Autogeschäft rote Zahlen, zum ersten Mal seit zehn Jahren. Vor einem Jahr hatten die Münchner noch 1,88 Milliarden Euro Gewinn gemacht; jetzt steht hier ein Minus von 310 Millionen Euro. Es kommt nun alles zusammen: Weil BMW möglicherweise ein Bußgeld im EU-Kartellverfahren zahlen muss, werden zur Sicherheit 1,4 Milliarden Euro zurückgestellt. Bei dem Verfahren geht es um den Verdacht illegaler Absprachen. Dazu kommen hohe Investitionen in die Elektromobilität und höhere Rohstoffpreise. BMW, zuletzt hinter den Stuttgarter Rivalen Mercedes-Benz zurückgefallen, will nun sparen, auch beim Personal. Bis Ende 2022 sollen mindestens zwölf Milliarden Euro reingeholt werden. "Es gibt keine Tabus. Wir drehen jeden Stein um", sagte BMW-Chef Harald Krüger.

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