Lobbyismus:Wie viel Nähe zu den Banken verträgt die Politik?

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Hinter vorgehaltener Hand flüstern Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und Finanzminister Christian Lindner beim Wirtschaftstag der CDU vergangene Woche. Sie sehen sich ja öfters in solchen Runden. (Foto: Sean Gallup/Getty Images)

Christian Sewing, Chef der Deutschen Bank, und Bundesfinanzminister Christian Lindner verstehen sich offenbar prächtig. Wie oft sich beide treffen? Dazu schweigt das Ministerium.

Von Meike Schreiber, Markus Zydra, Frankfurt

Wenn sich der Chef der Deutschen Bank und der Bundesfinanzminister in bestimmten Dingen einig sind, dann ist das erst einmal nicht verwerflich: Beim Fußball, der Automarke und dem Schuhwerk stört das niemanden. Aber wie verhält es sich, wenn Christian Sewing (Deutsche Bank) und Christian Lindner (FDP) beim Thema Bankenregulierung quasi auf einer Welle surfen? Diesen Eindruck jedenfalls konnte man Ende April wieder einmal gewinnen, als die Vermögensverwaltung Flossbach von Storch mit rund 200 Gästen ihr 25-jähriges Bestehen in Köln feierte. Der Ort dieser Begebenheit war die 28. Etage des 103 Meter hohen Köln-Sky-Triangle-Turms. Für Unterhaltung war gesorgt, der Entertainer Harald Schmidt stand im Programm. Doch zuvor sinnierten Sewing und Lindner auf einem Podium über die schlechten Rahmenbedingungen für den heimischen Bankensektor.

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