Bildung:Verlängert die Grundschule

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(Foto: istock/Getty images/SZ)

Mit guter Bildung verdient man mehr, lebt gesünder und ist glücklicher. Doch der soziale Aufstieg über die Schule gelingt in Deutschland nur schlecht. Das kann man ausgerechnet in Bayern beobachten. Wieso ändert man es nicht auch dort?

Essay von Lisa Nienhaus

Wenn Menschen, die in Bayern ihr Abitur abgelegt haben, von ihrer Schulzeit erzählen, dann klingt das oft so, als hätten sie eine harte und entbehrungsreiche Schlacht geschlagen. Das gilt gerade für Menschen, die heute gesellschaftlich etabliert sind. Wie er damals wegen einer Fünf in Mathe in die mündliche Nachprüfung musste und vor dem Lehrer gezittert habe, erzählt ein bekannter Journalist bei einem Empfang. Vom Horror ihres Sitzenbleibens in der 9. Klasse berichtet eine weibliche Führungskraft beim Mittagessen. Die Zeit-Journalistin Sabine Rückert schrieb vor einigen Jahren sogar ganz offen in der Zeitung: "Ich bin ein Geschöpf des viel gerühmten bayerischen Bildungssystems. Meinen beruflichen Erfolg verdanke ich aber meinen Lehrern am allerwenigsten. Wären meine Eltern nicht gewesen und die Bücher - ich glaube, die Gymnasialzeit hätte mich vernichtet."

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