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BER:Weiter Mängel am Hauptstadtflughafen

Der BER könnte einem Medienbericht zufolge noch später eröffnet werden als bislang bekannt.

Auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens BER gibt es weiterhin gravierende Mängel. Sie könnten einem Bericht des Berliner Tagesspiegels zufolge dazu führen, dass die Eröffnung des Flughafens sich noch weiter verzögert als zuletzt angenommen. Der BER sollte ursprünglich im Sommer 2012 eröffnet werden, die Inbetriebnahme wurde damals jedoch wegen massiver Probleme vor allem mit der Brandschutzanlage abgesagt. Seither bemüht sich die Flughafengesellschaft FBB bisher vergeblich um eine Fertigstellung des Flughafens. Zuletzt wurde Anfang diesen Jahres die für den Herbst angestrebte Eröffnung wegen noch nicht behobener schwerer Baumängel abgesagt. Als wahrscheinlich galt zuletzt eine Inbetriebnahme im Jahr 2020.

Nun berichtet der Tagesspiegel über einen Prüfbericht des TÜV Rheinland, der für die Flughafengesellschaft FBB erstellt wurde, in dem unter anderem von anhaltenden Problemen mit der Entrauchungsanlage die Rede sei. Die Flughafengesellschaft teilte dazu mit, dass der Bericht die aktuelle Situation am BER abbilde. Der TÜV-Bericht sei jedoch "weder streng geheim noch unbekannt", erklärt die FBB. Der Aufsichtsrat und die zuständigen politischen Gremien in Berlin und Brandenburg seien darüber informiert.

Die FBB listet in ihrer Stellungnahme die "wesentlichen Mängel" in einer Reihe von Anlagen auf. Es sei nun das Ziel, aus diesen Prüfergebnissen die Risiken zu bestimmen und "vorausschauend zu handeln", heißt es. Geschäftsführer Lütke Daldrup werde dem Aufsichtsrat wie geplant am 15. Dezember einen Termin für die Inbetriebnahme vorschlagen.

© SZ vom 24.11.2017

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