Signa-InsolvenzInvestor René Benko bleibt mindestens bis Ende Februar in Haft
|
René Benko im April 2024 bei einer Verhandlung im Zusammenhang mit dem Konkursverfahren gegen den Signa-Gründer in Innsbruck. Expa; Johann Groder/dpa
Landesgericht Wien zieht Haftprüfungstermin vor. Richter halten Benko weiterhin für dringend tatverdächtig und fürchten weitere Straftaten.
Der Tiroler Investor René Benko bleibt bis auf Weiteres im Gefängnis. Das Landesgericht für Strafsachen Wien verlängerte am Freitag vorzeitig die Untersuchungshaft bis 28. Februar. Das Gericht gehe „weiterhin von dringendem Tatverdacht aus, ebenso vom Vorliegen der Haftgründe“, so eine Sprecherin. Benko sitzt seit einer Woche in der größten österreichischen Justizvollzugsanstalt Wien-Josefstadt. Ursprünglich hatte es geheißen, über eine etwaige Fortdauer der U-Haft werde Anfang Februar entschieden. „Aus terminlichen Gründen“, so die Gerichtssprecherin, sei „die Haftprüfungsverhandlung bereits heute durchgeführt und dabei, wie von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft beantragt, die Untersuchungshaft verlängert“ worden. Das Gericht hält Benko nach wie vor für dringend tatverdächtig und sieht Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr. Gegen den Beschluss des Gerichtes kann Benko binnen drei Tagen Beschwerde beim Oberlandesgericht Wien möglich. Die Verteidigung des Geschäftsmannes gab keine Erklärung ab.
Veganer Wurstsalat statt Menü vom Leibkoch: René Benko sitzt in U-Haft. Was die Ermittler über seine Geschäfte zusammengetragen haben, liest sich wie das Drehbuch eines Hütchenspielers.