Dieser komische Name: Duschdas. Die Geschichte dahinter beginnt mit einem findigen Apotheker. August Fischer hatte zwar schon den Uhu-Klebstoff ausgetüftelt, seine Firma sollte aber weiter wachsen. Also entwickelte das Unternehmen in der Nachkriegszeit ein Badesalz. Es sollte "Das Bad" heißen, erzählt der Unternehmensberater Karsten Kilian in seinem Markenlexikon. Doch "das Bad" in der Apotheke zu kaufen, wurde aufgrund des potentiellen Missverständnisses verworfen - zugusten von "Badedas", Artikel und Nomen getauscht. Deswegen heißt auch der Nachfolger Duschdas so - und nicht Duschdichdamit oder Ähnliches.

Das Gel ging dann durch viele Hände. Die Fischer-Werke wurden 1970 von der britischen Firma Beecham übernommen, die heute zu GlaxoSmithKline gehört. Die Briten verkauften die Marke 1993 aber an den amerikanischen Gemischtwarenkonzern Sara Lee, der auch Badedas als Retro-Produkt wieder auf den Markt brachte. Die US-Firma trennte sich jedoch von seiner Drogeriesparte: Seit 2009 gehört Duschdas zu Unilever.

Bild: Hersteller 7. Juni 2011, 11:352011-06-07 11:35:18 © sueddeutsche.de/aum/bbr