Der bayerische Ministerpräsident gilt als Politiker mit feinem Sensorium für die Stimmung im Land. Und diese Stimmung richtet sich seit Wochen mit missionarischem Eifer gegen eine alte Zielscheibe: die angeblich faulen Deutschen, die im Job zu wenig reißen. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion wirft den Beschäftigten vor, es sich in der „Lifestyle-Teilzeit“ gemütlich gemacht zu haben. Kanzler Friedrich Merz sekundiert: Mit Work-Life-Balance und Viertagewoche lasse sich der Wohlstand nicht halten, außerdem werde hierzulande zu viel krankgefeiert.
MeinungArbeitszeitEine Stunde mehr arbeiten? Das ist Söder-Populismus

Kommentar von Kerstin Bund
Lesezeit: 2 Min.

Der CSU-Chef glaubt, mit nur einer Stunde mehr pro Woche würde die Wirtschaft schon wieder laufen. Dabei wird ausgerechnet in Bayern vergleichsweise wenig gearbeitet.
