Für ein paar Monate sah es so aus, als hätte sich BASF mit dem Verkauf seiner Anteile an zwei Gemeinschaftsunternehmen in der chinesischen Region Xinjiang der schweren Vorwürfe entledigt. Immer wieder gab es Berichte über staatliche Umerziehungslager für die muslimische Minderheit der Uiguren, Zwangsarbeit und andere Formen der Unterdrückung durch China – auch in Fabriken mit deutscher Beteiligung. Ein Bericht der Menschenrechtsorganisation Global Rights Compliance (GRC) zeigt nun, dass BASF nicht alle Verbindungen in die Region abgebrochen hat. Demzufolge bezog BASF aus der Region Titandioxid, das bei der Herstellung von Lacken eingesetzt wird. Konfrontiert mit den Vorwürfen der NGO, bestätigt der Dax-Konzern in einem Schreiben an GRC die Lieferungen.
RohstoffeNeue Vorwürfe gegen BASF und die Aktivitäten in China
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Der deutsche Chemiekonzern soll Titandioxid aus der chinesischen Region Xinjiang bezogen haben. Ein neuer Bericht legt nun Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette nahe. BASF setzt die Lieferungen zunächst aus.
Von Elisabeth Dostert und Gregor Scheu, Peking/München
