Bundesbank-StudieBargeld und Girocard für Einzelhandel am günstigsten

Barzahlungen sind mit durchschnittlich 43 Cent je Transaktion am günstigsten für die Händler.
Barzahlungen sind mit durchschnittlich 43 Cent je Transaktion am günstigsten für die Händler. Benjamin Nolte/dpa
  • Laut einer Bundesbank-Studie sind Bargeld mit 43 Cent je Transaktion und die Girocard mit knapp einem Prozent der Erlöse die günstigsten Zahlungsmethoden für den Einzelhandel.
  • Internationale Debit- und Kreditkarten wie Mastercard und Visa verursachen durch höhere Gebühren deutlich mehr Kosten für die Händler.
  • Kleinere Händler haben höhere Zahlungskosten als größere, da sie weniger Verhandlungsmacht haben und Fixkosten auf weniger Transaktionen verteilen müssen.
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Für die Kunden ist das Bezahlen fast immer entgeltfrei, aber dem Einzelhandel entstehen dabei Kosten. Die fallen je nach Zahlungsart unterschiedlich aus.

Für den deutschen Einzelhandel sind Zahlungen mit Bargeld und der Girocard die kostengünstigsten Methoden. Demnach sind Barzahlungen mit durchschnittlich 43 Cent je Transaktion am günstigsten für die Händler, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Studie der Deutschen Bundesbank hervorgeht. Nimmt man den Umsatz als Maßstab, ist die Girocard mit Kosten von knapp einem Prozent der Erlöse die günstigste Variante. Internationale Debit- und Kreditkarten wie Mastercard und Visa sind in beiden Fällen teurer. Sie verursachen vor allem durch höhere Gebühren mehr Kosten für die Händler.

„Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist der einzelne Bezahlvorgang fast immer entgeltfrei, aber dem Einzelhandel entstehen dabei Kosten“, sagte Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz. Die Studie zeigt zudem, dass Zahlungen für kleinere Händler teurer sind als für größere. Sie haben weniger Verhandlungsmacht gegenüber den Zahlungsanbietern, weshalb ihre Kosten je Transaktion und im Verhältnis zum Umsatz deutlich höher liegen. Zudem können größere Händler Fixkosten auf ein höheres Transaktionsvolumen verteilen.

Die unterschiedlichen Kosten spiegeln sich auch in der Akzeptanz der Zahlungsmittel wider. Während Bargeld fast flächendeckend angenommen wird, bieten vor allem kleine Händler digitale Zahlungsmittel seltener an. „Für sie stellen die damit zusammenhängenden Transaktionsgebühren und Investitionskosten nach wie vor eine Hürde dar“, erklärte Balz. Mehr Wettbewerb im Markt für Bezahlverfahren, etwa durch die europäische Zahlungsalternative Wero oder den digitalen Euro, könne die Kosten für den Handel senken. Die Analyse beruht auf Daten und Umfragen aus den Jahren 2022 und 2023.

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