bedeckt München 17°

Banken - Stuttgart:Volksbank: Kunden scheuen langfristige Anlagen

Stuttgart (dpa/lsw) - Angesichts der niedrigen Zinsen scheuen viele Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg derzeit langfristige Anlagen. Zwar vertrauten sie den Geldinstituten auch im vergangenen Jahr wieder etliche Milliarden Euro zusätzlich an, wie der Präsident des Genossenschaftsverbandes, Roman Glaser, am Dienstag in Stuttgart sagte. Das Geld floss aber nahezu ausschließlich in sogenannte täglich fällige Einlagen, also zum Beispiel auf Girokonten.

Stuttgart (dpa/lsw) - Angesichts der niedrigen Zinsen scheuen viele Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg derzeit langfristige Anlagen. Zwar vertrauten sie den Geldinstituten auch im vergangenen Jahr wieder etliche Milliarden Euro zusätzlich an, wie der Präsident des Genossenschaftsverbandes, Roman Glaser, am Dienstag in Stuttgart sagte. Das Geld floss aber nahezu ausschließlich in sogenannte täglich fällige Einlagen, also zum Beispiel auf Girokonten.

Bei langfristigen Geldanlagen sowie bei klassischen Sparkonten wuchs die Summe aller Einlagen bei den 171 Volks- und Raiffeisenbanken hingegen nur minimal. "Die Anleger halten ihr Pulver trocken", sagte Glaser. Sie wollten sich nicht langfristig binden, sondern flexibel bleiben und schnell an ihr Geld kommen, wenn sich bessere Gelegenheiten ergeben.

Kunden hatten im vergangenen Jahr 125,6 Milliarden Euro bei den Volks- und Raiffeisenbanken deponiert - 6,4 Milliarden mehr als im Jahr davor. Allein 6,3 Milliarden flossen in die täglich fälligen Einlagen.

Im Kreditgeschäft schafften die Banken erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro. Zusammen hatten sie 2018 Kredite in Höhe von 102,2 Milliarden Euro in den Büchern, das waren 5,9 Milliarden mehr als 2017. Maßgeblich verantwortlich dafür war das Geschäft mit Firmenkunden, auf das fast 80 Prozent des Zuwachses entfielen.

Unter dem Strich blieb den Volks- und Raiffeisenbanken ein Jahresüberschuss von knapp 500 Millionen Euro. Das war ein sehr deutliches Plus von rund 28 Prozent, das laut Glaser aber vor allem auf negative Sondereffekte zurückgeht, die 2017 die Bilanz belastet hatten.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite