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Banken - Hannover:Sparkassen billigen Finanzhilfe für angeschlagene NordLB

Berlin/Hannover (dpa) - Das Rettungsmodell für die Sanierung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) ist nach Medienberichten vom Sparkassenverband Niedersachsen (SVN) gebilligt worden. Sowohl das Politikjournal Rundblick wie auch die "Börsen-Zeitung" berichteten am Mittwoch darüber. Allerdings wollte ein Verbandssprecher diese Angaben weder bestätigen noch dementieren. Der Verband will zu entsprechenden Beschlussfassungen am Donnerstag öffentlich Stellung nehmen.

Das Politikjournal Rundblick berichtete, die 42 Sparkassenvorstände hätten sich am Vortag einstimmig auf eine Summe von rund 280 Millionen Euro geeinigt. Das wären knapp 20 Millionen Euro weniger als bisher geplant, da die Europäische Zentralbank den gesamten Kapitalbedarf der Landesbank nach jüngsten Berechnungen von 3,7 Milliarden auf nun 3,5 Milliarden Euro festgelegt habe. Die niedersächsische Landesregierung hatte Anfang Februar bekanntgegeben, dass die NordLB mit weniger Personal, kleiner und regionaler, aber refinanziert und weiter öffentlich-rechtlich aufgestellt sein soll.

Die NordLB braucht schnell frisches Geld. Sie hatte wegen des schwierigen Geschäfts bei der Schiffsfinanzierung Milliardenverluste verzeichnet und braucht wegen strikterer EU-Vorgaben mehr Eigenkapital. Der Bankenaufsicht soll nun "zeitnah" der Geschäftsplan für die Neuaufstellung der Bank vorgelegt werden, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. Nach unbestätigten Berichten könnte das in der kommenden Woche geschehen.

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