Banken Genossen unter Druck

Hohe Abschreibungen im Wertpapiergeschäft lasten auf den Genossenschaftsbanken in Deutschland. Der Gewinn vor Steuern von Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und genossenschaftlichen Sonderinstituten fiel 2018 um gut zwölf Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, wie der Branchenverband BVR mitteilte. Wegen des Einbruchs der Aktienmärkte zum Jahresende schnellte die Risikovorsorge im Wertpapiergeschäft auf eine Milliarde Euro in die Höhe. Mit dem operativen Geschäft zeigte sich der BVR dennoch zufrieden. Trotz der Niedrigzinsen kletterte der Zinsüberschuss um 0,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro - vor allem dank einer ausgeweiteten Kreditvergabe. Den Provisionsüberschuss steigerten die Volks- und Raiffeisenbanken auch dank Gebührenerhöhungen um 6,6 Prozent auf 5,3 Milliarden. Dennoch hält der jahrelange Schrumpfkurs unter den Volks- und Raiffeisenbanken an. Durch Fusionen sank die Zahl der Genossenschaftsbanken in Deutschland 2018 um 40 auf 875 und fiel damit erstmals unter die Marke von 900 Instituten. Fast 600 Filialen wurden geschlossen, bundesweit zählte der BVR noch 10 520 Bankstellen.