bedeckt München 24°

Banken - Frankfurt am Main:Kaum Datenklau an Geldautomaten in Rheinland-Pfalz

Frankfurt/Main (dpa/lrs) - In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der "Skimming"-Fälle an Geldautomaten auf niedrigem Niveau leicht gestiegen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres zählte die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme drei Manipulationen von Geldautomaten in dem Bundesland. Kriminelle versuchen so, Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen.

Im ersten Halbjahr 2018 war in Rheinland-Pfalz lediglich ein solcher "Skimming"-Fall aufgefallen, im Gesamtjahr 2018 waren es zwei. In der aktuellen Statistik ist das Land eines von fünf Bundesländern, in denen Manipulationen an Geldautomaten registriert wurden. Brennpunkt war erneut Berlin, wo 106 der insgesamt 170 Fälle gezählt wurden. Für das Saarland steht in der Statistik wie im Vorjahr eine Null.

Kriminelle nutzen die ausgespähten Daten, um Kartendubletten herzustellen und mit diesen Geld abzuheben oder einzukaufen. Das funktioniert aber wegen moderner Sicherheitstechnik nur noch in wenigen Ländern. Den durch "Skimming" entstandenen Bruttoschaden aus deutscher Sicht bezifferte Euro Kartensysteme für das erste Halbjahr auf 592 000 Euro - ein Rekordtief.

Den Großteil davon können sich Banken und Sparkassen zurückholen, weil diejenigen Staaten für Schäden aus betrügerischen Geschäften haften müssen, die die niedrigsten Sicherheitsstandards haben.

Bankkunden, die in Deutschland Opfer von "Skimming" geworden sind, haben normalerweise keinen finanziellen Nachteil. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Verbraucher sind sorgfältig mit Bankkarte und PIN umgegangen.