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Banken - Frankfurt am Main:Call-Center: Verdi fordert Angebot von Deutscher Bank

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Eine Fahne der Gewerkschaft Verdi hängt vor der Deutschen Bank. Foto: Axel Heimken/dpa/Archiv (Foto: dpa)

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Frankfurt/Berlin/Essen (dpa) - Nach erneuten Warnstreiks in den Call-Centern der Deutschen Bank erwartet die Gewerkschaft Verdi Bewegung auf der Arbeitgeberseite. "Jetzt ist die Bank am Zug, ob sie mit einem verbesserten Angebot wieder in Verhandlungen einsteigen will", sagte Verdi-Verhandlungsführer Roman Eberle am Mittwoch. "Wenn es keine Reaktion gibt, werden wir auf jeden Fall weitere Maßnahmen durchführen." Bislang gebe es keinen Termin für eine fünfte Runde in den seit Juli laufenden Tarifverhandlungen für die etwa 650 Beschäftigten der Deutschen Bank Direkt GmbH.

Am Mittwochmorgen war ein seit dem 2. Januar dauernder Ausstand in den Call-Centern des größten deutschen Geldhauses in Berlin und Essen zu Ende gegangen. Nach Verdi-Angaben beteiligten sich bis zu 75 Prozent derjenigen an den Warnstreiks, die für diese Tage zum Dienst eingeteilt waren. Teilweise mussten Anrufer deshalb längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Zu den Aufgaben der DB Direkt zählen neben dem telefonischen Kundendienst auch der Direktvertrieb ausgewählter Bankprodukte der Deutschen Bank.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Gehalt rückwirkend ab dem 1. April 2020, mindestens aber 150 Euro. Zudem will die Gewerkschaft eine Wahloption zwischen Geld und Freizeit sowie die Einführung eines 13. Monatsgehaltes durchsetzen. Die Arbeitgeberseite hat nach Verdi-Angaben bislang 1,5 Prozent mehr Geld ab November 2020 und ein weiteres Plus von 1,5 Prozent ab dem 1. Januar 2022 angeboten. Bereits im September und Dezember hatte es Warnstreiks in den Call-Centern der Deutschen Bank gegeben.

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