Banken - Frankfurt am Main:Abbau der Commerzbank-Filialen ging für Kunden zu schnell

Banken - Frankfurt am Main: Der Schriftzug "Commerzbank" und das Logo sind auf einem Gebäude zu sehen. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/Archivbild
Der Schriftzug "Commerzbank" und das Logo sind auf einem Gebäude zu sehen. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Frankfurt/Main (dpa) - Commerzbank-Privatkundenvorstand Thomas Schaufler will bei der Schließung von Filialen künftig vorsichtiger vorgehen. "Wir schauen uns die ganze Strategie jetzt mit der Kundenbrille noch einmal an", sagte der seit einem Jahr amtierende Manager der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Samstag). Die Commerzbank müsse über andere Zugangswege wie Telefon und App besser informieren. "Das Schließen von Filialen ging für viele Kunden zu schnell."

Auch dass Geldautomaten zunehmend knapp werden, räumte Schaufler ein und sagte zu: "Wir investieren in neue Automaten." Auch die eine oder andere schon geschlossene Filiale will er im Einzelfall wieder öffnen, etwa am Frankfurter Opernplatz. Die Commerzbank hat in den vergangenen Monaten ihr Filialnetz von 800 auf 450 Zweigstellen nahezu halbiert.

Im kommenden Jahr werde die Zahl der Filialen wie geplant weiter auf rund 400 sinken. Das liege aber weniger an den Kunden. "Wir hatten in der Tat Filialen, auf die sich keine Mitarbeiter beworben haben." Deshalb werde die Commerzbank die Mitarbeiter anderen Filialen oder den neuen Beratungscentern zuordnen.

© dpa-infocom, dpa:221209-99-845815/2

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