Finanzkriminalität„Wir alle wissen gar nicht genau, wie viel Geld tatsächlich gewaschen wird“

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Birgit Rodolphe ist bei der Finanzaufsicht Bafin für die Geldwäschebekämpfung zuständig.
Birgit Rodolphe ist bei der Finanzaufsicht Bafin für die Geldwäschebekämpfung zuständig. Ulrich Baumgarten/picture alliance

Europa investiert Milliarden Euro in den Kampf gegen Geldwäsche – bislang mit magerer Bilanz. Die Digitalisierung erleichtert den Kampf nicht. Dennoch gibt sich Bafin-Direktorin Birgit Rodolphe erstaunlich optimistisch.

Von Meike Schreiber und Markus Zydra

Insgesamt 188 Milliarden Euro erwirtschaftet die Organisierte Kriminalität jedes Jahr in Europa, so Schätzungen des Europäischen Polizeiamtes Europol. Dieses Geld aus Drogen- und Menschenhandel muss gewaschen werden. Allerdings werden davon nur etwa zwei Prozent sichergestellt, obwohl Banken und Unternehmen jährlich rund 85 Milliarden Euro für Compliance ausgeben, um Geldwäsche zu verhindern. Ist das nicht sehr ineffektiv? Birgit Rodolphe, bei der Finanzaufsicht Bafin als Exekutivdirektorin zuständig für Geldwäschebekämpfung, widerspricht. Der Erfolg von Geldwäscheprävention lasse sich nur schwer messen, weil man in der Regel nicht sieht, wenn Täter durch Präventivmaßnahmen von Geldwäsche abgehalten werden.

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